Immer wieder bekomme ich die Frage: Lohnt sich eine Website noch? Kann das mit KI nicht inzwischen jeder? Und da ist tatsächlich etwas dran: Fast jede halbwegs technisch affine Person kann sich mit KI Baukästen inzwischen eine eigene Website bauen. Das ging vorher aber auch mit Baukästen wie Jimdo oder Wix. Das Problem, wenn deine Website keine Anfragen bringt, ist und bleibt das gleiche. Egal ob mit oder ohne KI.
Die Zeiten der reinen Visitenkarten-Website sind vorbei
„Deine Website ist deine Visitenkarte im Internet.“ Manchmal sehe ich diese oder ähnliche Sätze noch auf Webseiten der Konkurrenz. Das Wort „Visitenkarte“ kann dabei auch mit „Schaufenster“ ausgetauscht werden.
Aber wie bei einer Visitenkarte oder einem Schaufenster: Ohne Strategie, USP und Klarheit geht da gar nichts. Dann ist dein Schaufenster einfach nur da und die Leute laufen vorbei.
Also für die, die bis vor kurzem noch dachten eine schöne Website-Vorlage reicht auch 2026 noch: Sorry, da muss ich euch enttäuschen.
Diese 5 Gründe kosten dich 2026 täglich Anfragen
Wie eingangs erwähnt: Die Probleme, aus denen deine Website dich eher Geld kostet als dir Geld einbringt, sind in den letzten Jahren die gleichen. Nur in 2026 sind die Folgen deutlich stärker zu spüren. Die Wirtschaft ist angespannt, der Konkurrenzdruck hoch. Deshalb ist es unerlässlich, die eigene Website kritischer denn je zu hinterfragen und sich vielleicht auch einzugestehen: Das Setup von 2020 funktioniert so nicht mehr, auch wenn die Seite „doch noch gut aussieht.“
Dein Angebot ist unklar
Absoluter Klassiker. Du weißt vielleicht was du anbietest, aber auf der Website wird dein Angebot nicht deutlich. Du denkst vielleicht „Alle Infos sind drauf.“, aber faktisch bleiben Website-Besucher mit Fragezeichen zurück und verlassen deine Seite wieder.
Bietest du zum Beispiel Coaching Online-Sitzungen an, reicht das nicht als Information. Was kostet eine Sitzung? Wie lange dauert sie? Wie genau ist der Ablauf einer Sitzung? Wie buche ich einen Termin? Wie häufig muss/kann ich Termine buchen?
Und die Aufforderung „Bei Fragen oder einem Terminwunsch können Sie mir hier eine Anfrage stellen.“ ist leider einfach faul und verprellt potenzielle Kundinnen und Kunden. Denn warum sollte ich eine Anfrage stellen, wenn ich bei Google einfach auf den nächsten Anbieter klicken kann, der alle Infos parat hat und bei dem ich direkt einen Termin buchen kann?
Deine Website wird bei Google nicht gefunden
„Google ist in 2026 weniger wichtig, das wird doch alles durch die KI Overviews abgelöst“ Auch das ist etwas, das ich in letzter Zeit häufiger höre. Und für Basic Information ist das mit Sicherheit auch richtig. Viele Webseiten haben massive Besuchereinbrüche verzeichnet, aber das hauptsächlich für einfach zu beantwortende Inhalte.
Zwei Dinge werden dabei außer Acht gelassen:
Zum einen werden in den KI Overviews nur vertrauenswürdige Seiten angezeigt, die von Google hoch bewertet werden. Da wird nicht einfach jede Website angezeigt. SEO lohnt sich also so oder so.
Zum anderen gilt der Teil mit den KI Overwievs für einfach zu beantwortende Fragen, wie z.B. nach Design-Trends 2026. Bei Dienstleister-Suchanfragen wie „Psychotherapie Privatpraxis Hamburg“ bringen die Overviews recht wenig, da es sich um eine lokale Suche handelt.
Also auch hier: SEO bleibt das A und O. Denn wenn du nicht bei Google gefunden wirst, wird es deine Konkurrenz.

Es gibt keinen klaren nächsten Schritt (Website-Ziel)
Deine Website wurde bei Google gefunden und das Angebot ist auch verständlich: Aber wie geht es weiter? Soll etwas gekauft werden? Ein Termin vereinbart werden? Mache dir Gedanken zu einer klaren Zielabsicht, die deine Website haben soll.
Alles auf deiner Website sollte auf dieses Ziel ausgerichtet sein.
Die Technik arbeitet gegen dich
Dein WordPress-Dashboard ist voller Warnmeldungen? Deine PHP Version ist veraltet und unzählige Plugins müssen aktualisiert werden, aber du ignorierst as einfach, weil es dich irgendwie auch überfordert? Verständlich, aber leider legst du dir damit auch einige Steine in den Weg.
Nicht nur wird deine Website dadurch anfälliger für Sicherheitslücken und Hacking (Unsexy Thema, über das nie jemand nachdenken möchte, ich weiß.), sondern sie wird auch langsamer und anfälliger für Fehler, die für Besucher spürbar werden. Nicht funktionierende Kontaktformulare oder Buchungstools. Fehlerhafter Mailversand oder veraltete Links.
Kein System im Hintergrund
Der „nächste Schritt“ wurde oben schon angerissen, aber noch wichtiger ist das System im Hintergrund.
Wenn wir bei dem ultra veralteten Bildnis des Schaufensters bleiben: Du solltest nicht nur in der Tür stehen und deine Besucher und Besucherinnen aktiv hereinbitten, sondern ihnen vielleicht auch einen Flyer in die Hand geben, einen Willkommensrabatt oder ein kleines Gratisprodukt geben und nach ein paar Tagen vielleicht eine Newsletter-Mail schicken, um sie an den nächsten Besuch zu erinnern. Vielleicht gibt es auch ein Event, auf das du sie einlädst, damit sie einen Grund haben wiederzukommen.
Um das passende System zu finden solltest du dir dein eingangs festgelegter Ziel noch einmal vor Augen führen und überlegen, welche Maßnahmen dieses Ziel unterstützen.
Wenn wir bei dem Beispiel der Coaching-Praxis bleiben: Hier ist das Ziel eindeutig die Terminbuchung. Dafür ist diese auf der Website klar verständlich und einfach zu finden. Wenn ein Termin gebucht wird, erhält die Person direkt eine Mail mit allen weiteren Informationen. Vielleicht auch den Hinweis sich für einen Mental Health-Newsletter einzutragen, für hilfreiche Alltagstipps. Nach der ersten Sitzung gibt es eine Follow-Up Mail mit einer Einladung für den nächsten Termin. Und so weiter und so fort.
Du siehst: Deine Website braucht ein System. Das macht die Kundengewinnung und vor allem -bindung für dich nicht nur einfacher, es passiert auch automatischer.
Was eine Website 2026 wirklich leisten muss
Was muss eine Website 2026 also leisten, um qualifizierte Anfragen zu generieren?

Ein Beispiel aus der Praxis
Für die psychologische Online-Praxis CHAPTERTWO haben wir genau so ein strategisches Website-System umgesetzt. Die Website ist nicht nur bei Google präsent, sondern generiert auch qualifizierte und zahlungsbereite Klientinnen und Klienten, die bleiben.
Eine ausführliche Case Study zum Projekt findest du hier:
Was du heute konkret tun kannst
Wenn du bis hierhin aufmerksam gelesen hast: Chapeau, dann hast du vielleicht wirklich Lust an deiner Website zu arbeiten. Es gibt einiges, das du selber lösen kannst.
Das sind natürlich nur kleine Schritte. Für eine fachkundige Einschätzung deiner Website empfiehlt sich immer ein Gespräch mit einer geeigneten Agentur. Agenturen haben einen ganz anderen Blick auf dein Projekt und können dir schneller zum gewünschten Ziel verhelfen.
Wir sprechen gerne mit dir über deine Website. Buche dir dafür einfach ein unverbindliches Kennenlerngespräch. Ohne Agentur-Blabla, versprochen.


